Die Wissenschaft hinter relativen Schätzungen
Wir Menschen sind von Natur aus extrem schlecht darin, absolute Werte zu schätzen.
Wenn ich dich frage, wie viel Kilo eine Deutsche Dogge wiegt, rätst du vielleicht irgendwas zwischen 40 und 100. Es ist ein reiner Schuss ins Blaue. Aber wenn ich eine Dogge neben einen Chihuahua stelle und frage: "Welcher Hund ist schwerer?", kennst du die Antwort sofort – und zwar mit hundertprozentiger Sicherheit.
Genau das ist das Prinzip der relativen Schätzung, und unser Gehirn ist perfekt darauf abgestimmt.
Einen Referenzwert festlegen
Wenn wir Entwickler fragen: "Wie viele Stunden wird das dauern?", verlangen wir einen absoluten Wert. Da Softwareentwicklung aber voller unsichtbarer Unbekannter steckt, werden sie fast immer danebenliegen.
Fragen wir hingegen: "Ist dieses Login-Feature komplexer oder einfacher als die Passwort-Zurücksetzen-Funktion von letzter Woche?", werden sie fast immer ins Schwarze treffen.
Damit das funktioniert, braucht dein Team einen Referenzwert. Wählt eine gut verstandene, kürzlich abgeschlossene Aufgabe und gebt ihr eine "3". Alles andere wird nun im Verhältnis zu dieser Aufgabe bewertet. Ist das neue Ticket doppelt so schwer? Dann ist es eine 5 oder eine 8. Ist es einfacher? Dann ist es eine 1 oder 2.
Genau deshalb gibt es Planning Poker. Wir raten keine Zeiten; wir vergleichen relativen Aufwand. Hör auf, nach Stunden zu fragen. Öffne unser Online-Tool für Schätzpoker, wähle dein Referenz-Ticket und fang an zu vergleichen.